Welche Grafikkarte für welchen Einsatzzweck? Nvidia vs AMD vs Intel
Nvidia, AMD oder Intel? iGPU oder dedizierte GPU? Wer die richtige Grafikeinheit sucht, trifft schnell auf viele Abkürzungen und Leistungsversprechen. Hier zeigen wir dir, worauf es ankommt, abgestimmt auf deinen Bedarf.

iGPU vs. dedizierte GPU
iGPU: Integrierte Grafikeinheit direkt in der CPU. Reicht für Office, Streaming und leichte Anwendungen.
Dedizierte GPU: Separate Grafikkarte mit eigenem Speicher (VRAM) und deutlich mehr Leistung. Ideal für Gaming, Videoschnitt, CAD oder AI-Workloads.
Wann reicht eine iGPU aus?
| Anwendung | Empfehlung |
|---|---|
| Office, Internet | Intel oder AMD iGPU ausreichend |
| Streaming (YouTube, Netflix) | Beide mit Videobeschleunigung (AV1, H.264) |
| 2D-Grafik, Fotobearbeitung | Für einfache Aufgaben ausreichend |
| Full-HD-Videoschnitt (einfach) | Intel Quick Sync oder AMD 8000G |
| Einfache CAD-Zeichnungen | Für statische 2D-Modelle ausreichend |
Intel iGPU (Arrow Lake-S)
Moderne Videoengine (AV1, H.264, HEVC) mit Intel Quick Sync für schnelle Exportzeiten. Gut für Videoschnitt mit moderaten Ansprüchen sowie Medien-PCs und produktive Allround-Systeme. Tipp: Wer kein Gaming braucht, aber Videos schneidet, spart sich mit Quick Sync oft die Kosten einer dedizierten GPU.
AMD iGPU (Phoenix / 8000G-Serie)
Deutlich höhere 3D-Leistung als Intel (erkennbar am "G"-Suffix, die 9000X/9000X3D-Serie hat nur eine sehr einfache Grafikeinheit). Reicht für einfaches Full-HD-Gaming (z. B. Fortnite, Minecraft) und eignet sich gut für Einsteiger, Media-Center oder Budget-Gaming. Tipp: Für gelegentliches Zocken ohne separate Grafikkarte ist ein Ryzen 5 8600G oder Ryzen 7 8700G aktuell die beste Wahl.
Wann lohnt sich eine dedizierte Grafikkarte?
Immer dann, wenn eine Anwendung von GPU-Beschleunigung profitiert, nicht nur beim Gaming.
| Anwendung | Warum dedizierte GPU? |
|---|---|
| Gaming | Mehr FPS, DLSS/Raytracing |
| 3D-CAD / CAM | Beschleunigung bei komplexer Darstellung |
| Videoschnitt in 4K | Echtzeit-Vorschau, schnellerer Export |
| RAW-Bildbearbeitung, AI | Unterstützung für AI-Tools und Filter |
| Künstliche Intelligenz | GPU-basiertes Training und Inferenz |
Unsere aktuellen Grafikkarten im Überblick
NVIDIA GeForce RTX 5000-Serie
- RTX 5060 Ti (16 GB): Full-HD bis QHD, 100–165 Hz. Solides Preis-Leistungs-Verhältnis, für 4K oder anspruchsvolles Rendering an der Grenze.
- RTX 5070 (12 GB): QHD, 100–165 Hz. Starke Leistung pro Euro, 12 GB VRAM können bei 4K oder speicherhungrigen Creator-Aufgaben knapp werden.
- RTX 5070 Ti (16 GB): QHD bis 240 Hz, Einstieg in 4K. Sweet Spot mit genug VRAM für Videoschnitt, Photoshop und CAD, aber teurer als die 5070.
- RTX 5080 (16 GB): 4K bei 100+ Hz, auch für Creator- und AI-Workloads. Sehr hohe Leistung, entsprechend hoher Preis und Anforderungen an Netzteil und Kühlung.
- RTX 5090 (32 GB): 4K bei maximalen Bildraten, professionelle AI- und Renderworkloads. Mit Abstand meiste Leistung und VRAM, für reines Gaming meist überdimensioniert.
Besonderheiten: DLSS 3.5, NVENC-Encoder für Streaming, sehr gute Kompatibilität mit Adobe, DaVinci und Co. Der Allrounder für Gamer und Creator.
AMD Radeon RX 9000-Serie
- RX 9060 XT (16 GB): Full-HD bis QHD, 100–165 Hz. Viel VRAM für die Preisklasse, Raytracing und AI-Features liegen hinter Nvidia.
- RX 9070 (16 GB): QHD, 100–165 Hz. Viel Speicher, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, weniger Softwareunterstützung für Creator-Tools als Nvidia.
- RX 9070 XT (16 GB): QHD bis Einstieg in 4K, 100+ Hz. Hohe Effizienz und starke Rohleistung, Creator- und AI-Software noch weniger ausgereift als bei Nvidia.
Besonderheit: mehr Videospeicher im Preisvergleich, ideal für reines Gaming mit Fokus auf Preis-Leistung.
Intel Arc B580
12 GB GDDR6: Full-HD bis leichtes QHD, 100–144 Hz, mit Abstrichen bei höchsten Qualitätseinstellungen. Viel VRAM für die Preisklasse, moderne Features wie Raytracing, AV1-Encoding und XeSS. Treiber und Spielekompatibilität noch nicht auf Niveau von Nvidia oder AMD.
Besonderheit: starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, gut für Video, Streaming und Einsteiger-Gaming.
Warum ist die Entscheidung oft nicht einfach?
Jeder Hersteller hat eigene Stärken:
| Hersteller | Fokus |
|---|---|
| NVIDIA | Alleskönner für Games, AI, Videoschnitt und Streaming. Etwas teurer, oft weniger VRAM pro Preisklasse. |
| AMD | Starke Gaming-Leistung, viel Speicher, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, schwächer bei Creator-Tools. |
| Intel | Gute Medienengine, ideal für günstige Creator-PCs, Gaming-Leistung noch in Entwicklung. |
Unser Tipp: Unsicher, wofür du deinen PC nutzen wirst? Wähle ein System mit Option zur Aufrüstung. Du kannst zunächst mit der iGPU starten und bei Bedarf problemlos eine Grafikkarte nachrüsten.
Ansonsten nutzen Sie gerne unser Kontaktformular, wir beraten Sie gern.










